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Theater im Hof spielt: Tanz auf dem Vulkan – Die langen 20er

Theater im Hof spielt: Tanz auf dem Vulkan – Die langen 20er

Das Theater im Hof des Kulturvereins Haßloch präsentiert eine Revue rund um die wilden 20er.

Freut euch auf Theater, Gedichte und Musik von vor 100 Jahren.

 

Einen kleinen Tanz auf dem Vulkan hat auch das „Theater im Hof“ aus Haßloch hinter sich. Nachdem im letzten Jahr das geplante Sommerstück („Die Kratzbürstendressur“) abgesagt werden musste, ging im Januar trotzdem die Planung für das laufende Jahr los. Ein großes Theaterstück mit Kampf- oder Liebesszenen war wohl kaum möglich, das würden die Corona-Regeln nicht zulassen. Also entwarf Regisseur Armin Jung in Zusammenarbeit mit Fiona Fuhrer eine Art Revue über und aus den 20er Jahren den 20. Jahrhunderts. Zwischendurch sah es dann so aus, als ob auch das nicht möglich sei. Aber dann Anfang Juni: Wir versuchen es! Es könnte klappen!

Gründe für die Auswahl des Themas gibt es ja viele: Zum einen, weil wir im Moment auch am Anfang von aufregenden 20er Jahren leben, zum zweiten, weil vieles an Kritischem von damals auch heute noch aktuell ist, und zum dritten, weil damals einfach tolle Nummern – Texte und Lieder – geschrieben wurden. Im Untertitel heißt es übrigens: „Die langen 20er Jahre“. Im Grunde geht es um die Zeit zwischen dem Ende des 1. Weltkriegs und der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, man könnte auch sagen, um die Zeit zwischen Beginn und Ende der Weimarer Republik. Als Publikum in sollte man es daher mit den konkreten Jahreszahlen nicht sklavisch genau nehmen.

Drei Kernbereiche sind es, die sich beim Programm, das man sich gut auf einer Kabarettbühne der Zeit vorstellen könnte, abwechseln: Zuerst sind da humorvolle und doch ernstgemeinte Szenen, die Kurt Tucholsky wirklich für das Kabarett geschrieben hat. Dann gibt es Gedichte von Erich Kästner, die mit ihrem bissigen Humor zeitlos erscheinen. Und nicht zuletzt kommen Lieder, Songs, Chansons aus dieser Zeit, vor allem Schlager aus den großen Filmen dieser Jahre, von Marlene Dietrich bis Zarah Leander. Es wird also einiges zum Nachdenken geben, aber alles auf die unnachahmlich spöttische und ironische Weise der „Goldenen Zwanziger“, die für viele Menschen gar nicht so golden waren.

Selbstverständlich wird es bei den Aufführungen auch ein ausgefeiltes Hygienekonzept geben, das aber das Vergnügen nicht einschränken soll. Und dass es nur ca. 70 Plätze gibt und nur an 5 Abenden gespielt wird, sollte höchstens dazu beitragen, dass man sich früh eine Karte besorgt und die Vorstellungen ausverkauft sind.

Info: Vorstellungen:

Ort: Eintritt: Vorverkauf:

2./3./10./16./17.Juli
20.00 Uhr
Einlass 19.30 Uhr
Hof des Ältesten Hauses; Gillergasse 11, 67454 Haßloch 10,-€

Chaoskeller Haßloch; Am Jahnplatz 6, 67454 Haßloch

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